Gewerbespezifische Informationstransferstellen des Deutschen Fleischer-Verbandes

Die Förderung der Gewerbespezifischen Informationstransferstellen (GIT) basiert
auf der Verordnung (EU) Nr. 360/2012 der Kommission vom 25. April 2012. Die Gewerbespezifischen Informationstransferstellen des Deutschen Fleischer-Verbandes arbeiten nach den "Grundzügen und Förderrichtlinien für das Beratungs- und Informationswesen im Handwerk" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Der Förderschwerpunkt liegt darin, kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft die Anpassung an den wirtschaftlichen und rechtlichen Fortschritt zu erleichtern und damit Ihre Stellung im Wettbewerb zu verbessern.
 

Gewerbespezifische Informationstransferstelle für Ernährungsphysiologie, Lebensmittel- und Hygienerecht, Abwasserfragen und Umweltschutz

Nach Artikel 6 der Verordnung (EG) 1099/2009 über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung müssen seit 1. Januar 2013 die Schlachtung und alle damit zusammenhängende Tätigkeiten geplant und im Einklang mit Standardarbeitsanweisungen durchgeführt werden. Diese Standardarbeitsanweisungen sollen Zielvorgaben, Zuständigkeiten, Vorgehensweisen, messbare Kriterien, Verfahren zur Überwachung, Kontrolle und Aufzeichnung sowie die erforderlichen Maßnahmen bei Fehlbetäubungen umfassen. Diese Standardarbeitsanweisungen sollen die Betriebe selbst erstellen.

Nach Artikel 16 können sie aber auch auf „Leitfäden für bewährte Verfahrensweisen“ zurückgreifen. Bei deren Ausarbeitung müssen die Tierschutzorganisationen und die zuständigen Behörden konsultiert sowie wissenschaftliche Gutachten berücksichtigt werden. Der DFV hat im Berichtsjahr intensive Diskussionen mit verschiedenen Behörden und Organisationen geführt und nunmehr den Leitfaden für die Schlachtung in Betrieben des Fleischerhandwerks fertiggestellt.

Erheblicher Informationsbedarf bei Betrieben, Landesinnungsverbänden und Innungen bestand hinsichtlich der Durchführung der mikrobiologischen Untersuchungen. Viele Unsicherheiten ergaben sich hinsichtlich Untersuchungshäufigkeit, Anzahl der Proben, Spektrum der zu untersuchenden Keime u.a.m. Darüber hinaus gibt es Fragen zur Art der Antragstellung, der beizufügenden Unterlagen, der Genehmigungspraxis, zur Statuserhebung und vor allem zur Untersuchung selbst.

Über die geplante Kennzeichnung loser Ware wurde ausführlich berichtet. Hintergrund ist die neue Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 über Lebensmittelinformation, die die derzeitigen europäischen und nationalen Kennzeichnungsvorschriften ablöst und im Dezember 2014 in Krafttritt. Zur Umsetzung in Hinblick auf die lose Ware fanden bereits eine Vielzahl von Gesprächen auf minesterialer und der Fachebene statt. Zuletzt wurde das Thema mit der DEHOGA, dem Einzelhandel, dem BLL und ZDH sowie Vertreter der DAAD und BMELV ausführlich diskutiert. Der DFV ist jedoch mit der Kundeninformation „Unsere Wurst“ („weißer Ordner“) gut aufgestellt.

Großen Informationsbedarf gibt es im Bereich Hygiene. Um den Betrieben nachhaltig Hilfestellung zu geben, wurden Merkblätter und Arbeitsunterlagen zu den Themen Abwasser, Fettabscheider, Kennzeichnung, mikrobiologische Untersuchungen sowie Reinigung und Desinfektion erstellt.

Die Informationsstelle nahm außerdem an Produktprüfungen teil, wie die DLG-Leistungsprüfungen für Brühwurst, Kochwurst und Kochpökelwaren, den entsprechenden Gremiensitzungen sowie verschiedenen Leistungswettbewerben, die von Landesinnungsverbänden veranstaltet wurden.

Bei diesen Prüfungen werden wichtige Erkenntnisse über Produkt- und Marktentwicklung sowie ernährungsphysiologische Trends und Techniken zur Herstellung von nährwert-, salz- oder fettreduzierten Produkten gewonnen. Diese Informationen aus erster Hand sind Basis für die Erarbeitung von sachgerechten und marktaktuellen Unterlagen und Informationen für die Betriebe. Das Informationsangebot steht jederzeit zu den üblichen Geschäftszeiten zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Wolfgang Lutz
E-Mail
Tel. 069/63302-160
Fax. 069/63302-120


Gewerbespezifische Informationstransferstelle Neue Medien und Kommunikation

Aufgabe der Gewerbespezifische Informationstransferstelle Neue Medien und Kommunikation beim DFV ist es, Mitgliedsbetriebe und Organisationen des Fleischerhandwerks im Bereich neue Medien zu informieren. Die Informationsstelle Neue Medien und Kommunikation des Deutschen Fleischer-Verbandes besteht seit dem 1. Juli 1999 und wird seit September 2004 von Gero Jentzsch betreut. Folgende Beispiele aus dem vergangenen Jahr verdeutlichen die Funktion und den Nutzen der Informationsstelle:

  • Unterstützung von Betrieben u.a. zum Thema Nachwuchswerbung mit Schwerpunkt „Soziale Netzwerke“
  • Erweiterter Nachrichtendienst
  • Veröffentlichung von Informationsmaterial zum Thema Kommunikation mit elektronischen Medien mit Schwerpunkt Nachwuchswerbung
  • Veröffentlichung von Informationsmaterial zur Nutzung von „Unsere Wurst-online“
  • Weiterer Ausbau der Online-Wissensdatenbank

Ein Schwerpunkt der Arbeit der Informationsstelle ist die Unterstützung in Bezug auf Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Einige Beispiele:

  • Bereitstellung von themenbezogenem Informationsmaterial im Rahmen der Krisenkommunikation
  • Bereitstellung von themenbezogenem Informationsmaterial für PR- und Nachwuchsveranstaltungen
  • Unterstützung von Betrieben mit Mustertexten zu eigenen PR-Aktionen, sowie Qualitätswettbewerben u.ä.

Ihr Ansprechpartner

Gero Jentzsch
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Tel. 069/63302-145
Fax. 069/63302-120


Gewerbespezifische Informationstransferstelle für Wirtschaftsstatistik, Absatzwirtschaft und Personalwesen

Die Gewerbespezifische Informationstransferstelle für Marktbeobachtung und Statistik ist eine Dienstleistungseinrichtung des Deutschen Fleischer-Verbandes. Sie ist Anlaufstelle für Branchenauskünfte gleich welcher Art. Die Stelle wurde vor drei Jahrzehnten eingerichtet und wird seit 1983 von Diplom-Volkswirt Klaus Hühne geleitet.

Das Informationsspektrum umfasst Daten und Fakten über die Strukturentwicklung im Fleischerhandwerk, über die Entwicklung der Absatzwege und Sortimente, über Beschäftigung und Ausbildung sowie über Lohn- und Gehaltstarife und Ausbildungsvergütungen in den 17 Tarifgebieten des Fleischerhandwerks. Es umfasst ferner aktuelle Informationen zu den Beschaffungs- und Absatzmärkten, zur Mengen- und Preisentwicklung, zum Konsumverhalten und zur Konkurrenzsituation mit dem Lebensmittel-Einzelhandel.

Entsprechend dem Informationsangebot liegt der Tätigkeitsschwerpunkt der Stelle in der laufenden Sammlung, Aktualisierung und Aufbereitung aller verfügbaren Daten über das Fleischerhandwerk und rund um das Branchengeschehen. Teilweise muss das für die Übersichten und Kommentierungen benötigte Datenmaterial vom Deutschen Fleischer-Verband käuflich erworben werden. Teilweise liegen eigene Erhebungen der Informationsstelle zugrunde.

Der Umfang des Informationsangebotes erfordert den regelmäßigen Kontakt zu Ämtern, Markt-, Handels- oder Verbraucherforschungsunternehmen.

Das zusammengetragene und aufbereitete Informationsmaterial steht als Dienstleistungsangebot des Deutschen Fleischer-Verbandes allen Auskunftssuchenden kostenlos zu Verfügung. Es dient in erster Linie den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben, den Innungen und Landesinnungsverbänden, es dient als Grundlage für die Entscheidungsbildung, als Basismaterial für die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit und zur Bedienung zahlreicher interner und externer Anfragen. Das Beratungsangebot steht jederzeit zu den üblichen Geschäftszeiten zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner

Klaus Hühne
E-Mail
Tel. 069/63302-143
Fax. 069/63302-120

Unsere Informationsstellen: Auszug aus dem aktuellen Geschäftsbericht