Leitbild des Fleischerhandwerks kann noch präziser werden

Unternehmer aus dem Fleischerhandwerk treffen sich in Glonn, um die Anforderungen an das Fleischerhandwerk von morgen zu identifizieren

Frankfurt am Main, 22. März 2016. Vor nunmehr acht Jahren hat sich das Fleischerhandwerk ein Leitbild erstellt. Ziel war damals festzulegen, wie sich das Fleischerhandwerk in den nächsten Jahren entwickeln sollte, um erfolgreich am Markt bestehen zu können.

  • Die Teilnehmer vom Leitbildtreffen in Glonn

    Jährlich trifft sich eine Gruppe von Unternehmen des Fleischerhandwerks, um auf der Basis des Leitbildes am eigenen Unternehmen zu arbeiten. In diesem Jahr hat sich die Gruppe in Glonn getroffen. Als besondere Herausforderung galt es in diesem Jahr, das Leitbild auf seine Aktualität zu überprüfen.

    Zwei Tage lang wurde das Leitbild in den Zusammenhang mit aktuellen und zu erwartenden Entwicklungen gebracht. Daneben stellen sich die Teilnehmer die Frage, welche Rolle der Deutsche Fleischer-Verband bei der Weiterentwicklung und bei der Kommunikation dieses betriebswirtschaftlichen Instrumentes an die Betriebe des Fleischerhandwerks spielen könnte.

    Im Ergebnis wurde klar, dass das Leitbild aktuell und weiterhin zukunftsweisend ist. Die Prognosen, die seinerzeit erarbeitet und formuliert wurden, und die Grundlage für das Leitbild waren, haben sich erfüllt. Sie sind heute Realität. Insbesondere die Forderung nach Beachtung des Tierwohls hat sich als heute marktrelevant erwiesen.

    Es gilt jedoch, Forderungen, die von den Verbrauchern heute und in Zukunft an die Betriebe des Fleischerhandwerks gestellt werden, genauer zu klären. Präzisiert werden müssen folgende Themen: das Wohl der Tiere, das Klima, die Gesundheit und die Digitalisierung. In diesen Bereichen, so die Gruppe, sei das Fleischerhandwerk gefordert, Stellung zu beziehen um den Betrieben und Kunden Antworten auf ihre Fragen geben zu können.

    Die Diskussionen, die unter Leitung von Vizepräsident Michael Durst und unter Moderation von Prof. Gottwald von der Schweisfurth-Stiftung stattfanden, waren heftig und ergiebig. An den Verband wurde ganz klar die Forderung gestellt, zu allen vier Themen Grundlagen für die Leitbildarbeit der einzelnen Betriebe zu erstellen. Diese, so die Gruppe, müssten weit konkreter als bisher gehalten werden, um einer möglichst großen Anzahl von Kollegenbetrieben eine Planungsgrundlage liefern zu können. Gleichzeitig appellierte die Gruppe an ihre Kollegen in ganz Deutschland, sich der aktuellen Themen anzunehmen und ihre Betriebe Schritt für Schritt an die geänderten Verbrauchererwartungen anzupassen.

    In fast allen Bereichen, so ist sich der Kreis von Unternehmern sicher, sei man den Wettbewerbern aus Industrie und Handel gegenüber im Vorteil. Man könne viel authentischer und aufgrund des direkten und persönlichen Kontaktes zu Kunden und zu den Lieferanten viel glaubhafter agieren. Der Verband sei gefordert, die vielen positiven Beispiele, die sich heute schon im Kreis der fleischerhandwerklichen Betriebe fänden, zu sammeln und als Musterbetriebe den Kollegen zu präsentieren.

    Am Rande des Treffens besuchte die Gruppe die Hermannsdorfer Werkstätten und bekamen dort von den Inhabern, den Brüdern Georg und Karl Schweisfurth, viele Informationen und Tipps für die praktische und betriebswirtschaftlich sinnvolle Umsetzung im eigenen Betrieb.

    Druckfähiges Foto herunterladen

  • Zurück