Das Coronavirus

Die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland hat auch Auswirkungen auf die Betriebe des Fleischerhandwerks. Der DFV hat Ihnen hier die wichtigsten und relevanten Informationen zusammengefasst. Derzeit ändern sich die Rahmenbedingungen, unter denen die Betriebe des Fleischerhandwerks arbeiten müssen, ständig. Wir versuchen, so schnell wie möglich alle Informationen zu aktualisieren und zu ergänzen.

Grundsätzliche Informationen zum Corona-Virus

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist neu und ist daher noch nicht umfassend und ausreichend erforscht. Angesichts der sich täglich oder gar stündlich verändernden Situation ist eine stetige Verfolgung der aktuellen Entwicklungen geboten. Ein enger Kontakt zu den maßgeblichen Behörden und eine Mitwirkung ist zu empfehlen.

Informationen zum SARS-CoV-2-Virus, auch zur Aufklärung des Personals, sind beispielsweise auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts, des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der BGN zu finden.

Aktuell informiert

Der Deutsche Fleischer-Verband informiert seine Mitglieder unmittelbar, wenn sich Änderungen für das Fleischerhandwerk ergeben. Hierfür bitten wir Sie, die App des DFV auf Ihre Mobilfunkgeräte zu laden. Die App informiert Sie ständig über neue Entwicklungen.

Merkblätter, Handlungsanweisungen und Informationen sowie wichtige Links stellen wir Ihnen zusätzlich unter www.fleischerhandwerk.de/Corona zur Verfügung.

Sollten Sie Fragen zum Umgang mit dem Virus haben, stehen Ihnen die Ansprechpartner der Innungen, Landesverbände und des Bundesverbandes (Tel.: 069/63302-0, info@fleischerhandwerk.de) zur Verfügung.

Verbreitung der Infektion über Lebensmittel

Sowohl die European Food Safety Authority (EFSA) als auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gehen davon aus, dass eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand unwahrscheinlich ist. Auf die Einschätzung des BfR beruft sich auch das BMEL in seiner Einschätzung der Gefahr.

Systemrelevanz – Öffnung der Betriebe

Schon in einem sehr frühen Schreiben hat sich der DFV dafür eingesetzt, dass die Betriebe des Fleischerhandwerks als systemrelevant eingestuft werden. Derzeit gelten die Fleischereien als systemrelevant und dürfen daher trotz massiver Öffnungsverbote im Einzelhandel weiterhin die Verbraucher mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen. Der DFV setzt sich weiterhin dafür ein, dass dies so bleibt.

Öffnungszeiten und besondere Bestimmungen zum Imbiss- und Gastrobereich regeln die Bundesländer. Eine aktualisierte Übersicht zu den Bestimmungen finden Sie hier.

Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Öffnungszeiten an Karfreitag noch unklar (Stand 25.3.2020).

Maßnahmen und Regeln im Verkauf

Zwar gelten die Betriebe des Fleischerhandwerks generell als systemrelevant, es werden jedoch im Verkaufsraum besondere Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden gefordert. Diese sind nicht nur unbedingt zu beachten, um die genannten Gruppen zu schützen, sondern auch, damit die Öffnung der Fachgeschäfte nicht in Frage gestellt wird. Der DFV hat Vordrucke (1,5 Meter und 2 Meter Abstand) erstellt, die bei der Umsetzung der Maßnahmen helfen sollen.

Innerbetriebliche Maßnahmen

Neben der Organisation der Abgabe von Lebensmitteln im Verkaufsraum nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften sind auch innerbetrieblichen Organisation zur Absicherung der Produktion angeraten. Diese sollen insbesondere im Fall eines Kontakts eines Mitarbeiters zu einer infizierten Person oder gar einer Infektion eines Mitarbeiters selbst verhindern, dass durch Behörden oder Ärzte Maßnahmen getroffen werden, die den Verkauf und die Produktion faktisch zum Erliegen bringen.

Kurzarbeit und Entschädigung nach dem IfSG

Für Betriebe, die von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind, hat der DFV verschiedene Hilfen gefordert. Unabhängig von in Aussicht gestellten Liquiditätshilfen und Stundungen, die später bedient werden müssen, stehen aktuell den Unternehmen, die bereits unmittelbar betroffen sind, Hilfen zur Verfügung, die als echter Zuschuss gewährt werden. Die Hilfen stehen bereit bei Kurzarbeit wegen wirtschaftlicher Notwendigkeit und bei Beschäftigungsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Hilfe für Unternehmen

Aufgrund der Systemrelevanz dürfen die Betriebe des Fleischerhandwerks weiterhin offenbleiben. Das verhindert einen massiven Umsatzverlust, wie andere Branchen ihn derzeit verkraften zu verkraften haben. Dennoch ist auch das Fleischerhandwerk betroffen. Insbesondere sind die Betriebe, die sich auf Partyservice und Catering rund um Veranstaltungen spezialisiert haben und Betriebe, die aufgrund des Virus Personalprobleme zu verkraften haben. Für Unternehmen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, gibt es eine Vielzahl von Hilfsmaßnahmen. Zu nennen sind neben Zuschüssen Kurzarbeit, Liquiditätshilfen, Steuerstundungen und Stundungen von BGN-Beiträgen.

Wertschätzung der Betriebe des Fleischerhandwerks

In Politik und Presse wird fast ausschließlich der Lebensmitteleinzelhandel als Versorger der Bevölkerung in der Krise genannt. Damit erfahren weder die Unternehmer und Mitarbeiter der Bäcker noch der Fleischer mit Ihren rund 20.000 Verkaufsstellen die Wertschätzung, die Ihnen zusteht. Hiergegen protestiert der DFV.

Kommunikationshilfen

Die Betriebe des Fleischerhandwerks sind auch während der Corona-Krise für ihre Kunden da. Um dies den Kunden zu kommunizieren, um auf weitere Dienstleistungen aufmerksam zu machen und sich bei den Kunden für die Treue zu bedanken, hat der DFV Kommunikationshilfen zu selbstausdrucken entwickelt. Die Hilfen können von Innungsbetrieben auch rechtsicher in den Sozialen Medien verwendet werden.