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Branchen-News - 09.02.2016

Fleischerbilanz: Geschäfte kommen in Fahrt

fleischwirtschaft.de - FRANKFURT.

Die Fleischer-Fachgeschäfte in Deutschland gewinnen wieder an Boden. Die Umsatzentwicklung 2015 kann sich sehen lassen: Die Betriebe realisierten ein durchschnittliches Erlösplus von 3,1 Prozent. Das ist das Ergebnis der afz-Barometer-Erhebung, einem bundesweiten Panel von fleischerhandwerklichen Betrieben, die Auskunft zu ihrer Umsatzentwicklung geben. Gegegnüber 2014 - seinerzeit lag das Wachstum bei 2,7 Prozent - kletterten die Umsätze noch einmal höher und das Monat für Monat, wie die Grafik unten links zeigt.#

#Die positive Entwicklung trifft auch insgesamt auf mehr Unternehmen zu. Berichteten 2014 rund 52 Prozent der Befragten von gestiegenen Umsätzen, sind es aktuell 54 Prozent. Diese Unternehmen erwirtschafteten ein durchschnittliches Umsatzpus von 7,6 Prozent. Parallel reduzierte sich die Anzahl der Betriebe mit sinkenden Umsätzen von einem Fünftel im Vorjahr auf nun knapp 18 Prozent. Hier lag das durchschnttliche Minus bei 5,4 Prozent. Fast keine Veränderungen, also gleich gebliebene Umsätze, meldeten 28 Prozent der Umfrageteinehmer, etwa ein Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Grund für diese Entwicklung liegt darin, dass schwache Metzgereien vom Markt verschwinden.

Erfreulich liefen die Geschäfte im letzten Jahr nicht nur von Monat zu Monat, sondern in allen Himmelsrichtungen sowie in Bezug auf die Ortsgrößen und nach Betrachtung der Umsatzgrößenklassen.

Der realisierte Umsatz unter den Befragten kletterte weiter auf durchschnittlich 1,393 Mio. Euro (Vorjahr: 1,264 Mio. Euro). In Norddeutschland erreichten die Schlachtereien eine Umsatzgröße von 1,372 Mio. Euro (1,285 Mio. Euro), im Westen 1,571 Mio. Euro (1,417 Mio. Euro) sowie im Osten 1,659 Mio. Euro nach 1,427 Mio. Euro). In Baden-Württemberg und Bayern sind die Betriebsgrößen traditionell kleiner ausgeprägt. Hier sanken die durchschnittlichen Jahresumsätze unter den afz-Barometer-Teilnehmern von 941 Mio. Euro im Jahr 2014 auf nun 897 Mio. Euro.

Betriebe aus den ostdeutschen Bundesländern drückte die Lohnentwicklung. Aufgrund fehlender Tarifverträge zwischen den Landesinnungsverbänden und der Gewerkschaft NGG verursachte im Jahr 15 nach der Wende die Einführung des allgemeinen Mindestlohn teils deutliche Steigerungen bei den Personalkosten. Das wirkt sich im Osten auf das Betriebsergebnis aus.

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