. .

Branchen-News - 20.05.2015

Fleischerzeugung: Deutschland erreicht Rekordniveau

fleischwirtschaft.de - WIESBADEN.

Die deutschen Schlacht- und Zerlegebetriebe haben in den ersten drei Monaten 2015 so viel Fleisch produziert wie niemals zuvor in einem Jahresstartquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich die gewerbliche Fleischerzeugung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 58.600 t oder 2,9 Prozent auf 2,08 Mio t.

Der bisherige Spitzenwert war im ersten Quartal 2011 mit 2,03 Mio t erreicht worden. Den Wiesbadener Statistikern zufolge stieg die Fleischproduktion bei allen Tierarten an, ganz besonders jedoch bei den Schweinen.

#

#Das größere inländische Schlachttierangebot ließ die gewerbliche Schweinefleischerzeugung gegenüber Januar bis März 2014 um 43.000 t oder 3,1 Prozent auf den neuen Spitzenwert von 1,41 Mio t klettern. Damit erhöhte sich der Anteil des Schweinefleischs an der Gesamterzeugung im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 68,0 Prozent.

Auch für die deutsche Geflügelfleischproduktion konnte laut Destatis ein neuer Höchststand festgestellt werden: Sie legte gegenüber dem ersten Quartal 2014 um 2,2 Prozent auf 374.200 t zu. Das entsprach 18 Prozent des gesamten Fleischanfalls in der Bundesrepublik.

Zudem wurden in den ersten drei Monaten 2015 nach Angaben von Destatis 895.400 Schlachtrinder an die fleischerzeugenden Betriebe geliefert; das bedeutete im Vorjahresvergleich ein Zuwachs von 20.800 Tieren oder 2,4 Prozent. Die gewerbliche Rindfleischerzeugung legte ebenfalls um 2,4 Prozent zu, nämlich auf 285.800 t.

Weniger Auslandsschweine geschlachtet Im ersten Quartal 2015 kamen mit 14,98 Millionen Tieren kamen so viele Schweine an den Haken wie niemals zuvor zum Jahresauftakt. Im Vorjahresvergleich nahm die Schweineanlieferung nach den Zahlen der Wiesbadener Statistiker um 436.000 Stück oder 3,0 Prozent zu.

Verantwortlich dafür war vor allem das um 4,1 Prozent auf 13,9 Millionen angewachsene inländische Angebot, während sich die Zahl der geschlachteten Auslandschweine um fast 103.000 Tiere oder 8,4 Prozent auf 1,13 Millionen verringerte.
Hähnchenerzeugung auf Rekordkurs Der Anstieg der gewerblichen Geflügelfleischerzeugung war erneut auf die Expansion der Produktion von Jungmasthühnern zurückzuführen. Laut Statistikamt nahm die Hähnchenfleischerzeugung von Januar bis März 2015 gegenüber der Vorjahresperiode um 3,1 Prozent auf 237.300 t zu. Niemals zuvor wurde mehr Hähnchenfleisch im Startquartal eines Jahres produziert. Weniger dynamisch entwickelte sich dagegen die Putenfleischerzeugung mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent auf 116.900 t.

Der Entenfleischanfall blieb mit 10.900 t sogar mit 0,9 Prozent unter Vorjahresniveau. Insgesamt ist die Erzeugung von Geflügelfleisch nach wie vor der dynamischste Bereich der deutschen Fleischbranche; seit 2007 hat das Aufkommen um mehr als ein Drittel zugenommen.

Größeres Färsenangebot Für die höhere Rind- und Kalbfleischerzeugung im ersten Quartal 2015 war laut Statistischem Bundesamt sowohl eine Zunahme bei den männlichen als auch bei den weiblichen Schlachttieren verantwortlich.

Der stärkste prozentuale Zuwachs wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei den angelieferten Färsen mit 7,1 Prozent auf 127.200 Tiere verzeichnet; die dazugehörige Fleischerzeugung erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 38.000 t. Zudem verkauften die Erzeuger 82.300 Schlachtkälber an die Schlachtstätten; das waren 6,1 Prozent mehr als im ersten Quartal 2014. Die Kalbfleischerzeugung nahm dabei aufgrund höherer Schlachtgewichte sogar um 9,2 Prozent auf 11.800 t zu.

Moderater fiel dagegen der Anstieg der gewerblichen Kuhschlachtungen mit 1,8 Prozent auf 315.000 Stück aus; was zu einem Fleischanfall von 95.900 t führte. Im Vorjahresvergleich gestiegen ist auch das Angebot an Ochsen und Bullen. In dieser Kategorie wurden 360.200 Tiere geschlachtet; das waren 1,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei nur wenig veränderten Schlachtgewichten führte dies zu einer Zunahme der Fleischerzeugung um 1,2 Prozent auf 138.400 t.

Letzte Meldungen

Aus unserem Verbandsorgan   Icon: Allgemeine Fleischer Zeitung